Durchweg einfallsreiche und kreative Lösungen sind das Ergebnis des Xella Studentenwettbewerbes, der in diesem Jahr unter das Thema „Im Herzen der Stadt – Stachus München“ gestellt wurde. Konkret ging es dabei um den Bereich zwischen Hauptbahnhof und Stachus. Hier befindet sich heute ein großes Kaufhaus aus den 70er Jahren sowie das Fünf-Sterne Hotel Königshof, das mit seinem markanten Panoramarestaurant exakt in der Achse der Münchener Fußgängerzone platziert ist. Aufgabe war, eine Rückbesinnung auf die vielfältigen Aktivitäten dieses Ortes im Vergleich zur jetzigen, monofunktionalen Nutzung zu leisten.
Alle Studenten bewältigten die Aufgabenstellung mit Bravour und präsentierten viele selbstständige Entwürfe. Im Vorhoelzer Forum der TU München wurden jetzt die besten Arbeiten der bundesweiten Ausscheidung ausgezeichnet. 13 Beiträge von 26 Studenten wurden prämiert. Die Preisträger kommen von den Hochschulen in Berlin, Darmstadt, Dresden, Hamburg, München, Münster, Potsdam und Weimar. Neben den Ausgezeichneten wurden vier Anerkennungen ausgesprochen sowie sechs Ankäufe getätigt.
„Die große Beteiligung,“ so Markus Blum, Geschäftsführer der XellaDeutschland GmbH, bei der Preisverleihung „zeigt, dass sich der Xella Studentenwettbewerb auch in seiner neuen Form schon lange unter Studierenden des Fachs Architektur herumgesprochen und nichts von seiner Attraktivität eingebüßt hat.“ Nach einjähriger Pause wurde die Auslobung in diesem Jahr mit verändertem Konzept wieder aufgenommenen.
„Wir haben,“ so Blum weiter, „die Pause kreativ genutzt, um den Wettbewerb fit für die Zukunft zu machen.“ Dabei wurden gemeinsam mit renommierten Professoren tragfähige Strukturen für die Zukunft entwickelt. „Hintergrund,“ erklärt Blum, „war unser Wunsch, die Zusammenarbeit mit den Hochschulen zu intensivieren und den Wettbewerb dadurch noch praxisorientierter zu gestalten. Die Nähe zu den Hochschulen hilft uns, das hohe Niveau des Wettbewerbs auch in Zukunft zu halten.“
Neu ist vor allem, dass in Kooperation mit Xella die Aufgabenstellung jedes Jahr von einer anderen Hochschule entwickelt und deutschlandweit ausgelobt wird. Den Auftakt machte in diesem Jahr der Lehrstuhl für Integriertes Bauen, Prof. Dietrich Fink, an der Technischen Universität München. Im nächsten Wintersemester wird die Fakultät für Architektur und Landschaft, Frau Prof. Hilde Léon, an der Leibniz Universität Hannover Kooperationspartner sein.
Neben einer Intensivierung des Dialogs der Hochschulen untereinander aber auch zwischen Industrie und Universitäten will die Xella Deutschland GmbH mit dem neuen Konzept auch ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden: „Wir sind nicht nur ein reiner ‚Steineproduzent’ oder ein anonymes Industrieunternehmen,“ motiviert Markus Blum das große Engagement des Duisburger Baustoff-Herstellers für die Ausbildung junger Studenten, „sondern kümmern uns gemeinsam mit den Universitäten um eine gute, praxisnahe und solide Ausbildung.“ Es sei wichtig für junge Studenten möglichst früh ihre individuellen Fähigkeiten und ein persönliches Profil zu entwickeln, um sich so von der breiten Masse der Studenten abzuheben. Die Karrieren ehemaliger Preisträger, die teilweise in führenden Positionen internationaler Architektenbüros arbeiten, belegen, dass der Wettbewerb häufig Sprungbrett in eine erfolgreiche berufliche Zukunft ist.
Neuartige Denkansätze
Die Aufgabe des Wettbewerbs stellte hohe Anforderungen an die Studenten. Um innovative Ideen und neuartige Denkansätze zur baulichen Zukunft Münchens zu finden, galt es, das zwischen Hauptbahnhof und Stachus gelegene Areal zu überplanen, um dem Ort eine neue Identität zu verleihen. Ziel war, zu zeigen, wie heute monofunktional genutzte Standorte für die vielfältigsten Aktivitäten im Herzen der Stadt zurückerobert werden können. Dabei ging der Wettbewerb von der These aus, dass das bauliche und stadträumliche Potential dieses Ortes, sowie er sich aktuell präsentiert, bei weitem nicht ausgeschöpft wird.
Neue Interpretationen
Entstanden sind visionäre städtebauliche Ideenzur Belebung des Areals, die allesamt das große schöpferische Potential der Bewerber belegen.Der Entwurf des Siegers Franziskus Martin von der TU München lebt von einem kompakten Baukörper, der vor dem Justizpalast und zum Hauptbahnhof neue attraktive Plätze bildet. Die Fußgängerströme vom Hauptbahnhof zum Karlsplatz erhalten so Orte zum Verweilen. Der bauliche Körper besitzt einen Sockel, der Handel und Gastronomie aufnimmt und geschickt attraktive Höfe ausbildet. Über den größten Hof ist auch die Achse zum alten botanischen Garten erreichbar. Besonders gelungen sind die aufgesetzten Wohngeschosse, die zum Hof hin eine hohe Aufenthaltsqualität entwickeln und sich gekonnt vom kommerziellen Raum absetzen. Die Ausbildung des Hochhauses als Kopfbau des Ensembles hin zum Karlsplatz setzt eine gut proportionierte Landmarke, die den Platz in der Achse der Fußgängerzone abschließt und gleichzeitig das Raster des Nachbargebäudes aufnimmt.
Die zweiten Sieger, Manuel Nagel, Tobias Herr und Luis Gutierrez von der Bauhaus Universität Weimar deuten die Räume und Straßen des Gebietes um. Damit gelingt esdem Trio, städtebaulich ganz neue Möglichkeiten zu denken. Dabei wird das Gebäude des Neuen Justizpalastes mit seinem Turm in eine Platzwand integriert und nimmt so stadträumlich eine völlig neue Position ein. Insgesamt präsentierten die Studenten eine Arbeit, die zeigt, dass im Bereich der Stadtplanung eine Um-Interpretation selbst althergebrachter Räume sehr einfach sein kann.
Die Drittplatzierten Christine Hans und Lukas Rinne, ebenfalls TU München, besetzen den ganzen Block mit einem einzigen Gebäudekörper. Die ausgewählte Typologie wird durch die prägnante Hofgestaltung übersteigert; der Hof bildet einen introvertierten, prägnanten städtischen Raum.
Nach Abschluss des Wettbewerbs mit der Preisverleihung geht es direkt weiter: Auch das Thema des Xella Studentenwettbewerbes 2012/2013 steht schon fest. Der Titel „Am Rand der Mitte - Leibniz Salon Hannover“ greift einen zentralen Ort in Hannover auf: den heute kaum mehr spürbaren Übergang von der mittelalterlichen Stadt zur barocken Stadterweiterung. Der Bereich wurde im aktuellen Stadtentwicklungsplan Hannover 2020+ als mögliches Baufeld eingemessen. Mit dem Leibniz Salon soll in der Nachbarschaft von historischen Bauten, insbesondere der Nachkriegszeit, ein universelles Wissenszentrum für Veranstaltung und Forschung entwickelt werden.
Alle wichtigen Informationen zu den Themen und Terminen sowie alle Auslobungsunterlagen stehen ab September unter www.studentenwettbewerb.xella.com sowie im weltweit größten sozialen Netzwerk unter www.facebook.com/Xella.Studentenwettbewerb bereit.
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