Anwendungsforschung / Bauphysik

In dem Fachbereich der Anwendungsforschung werden Bauteile und Bausysteme entwickelt und geprüft sowie Eignungsprüfungen an Putzen, Mörteln und Wärmedämmverbundsysteme durchgeführt. Darüber hinaus werden nationale und europäische Erstzulassungen für Bauprodukte und Bauarten erwirkt.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die technische Interessenvertretung in nationalen und internationalen Normierungen und Fachverbänden. Hinzu kommen die Begutachtungen von Gebäudeschäden.

Kernthemen des Fachbereiches Bauphysik sind die hygrothermische Bauphysik sowie Schall- und Brandschutz. Die Entwicklung neuer bauphysikalischer Lösungen wird hier durch die Bauberatung sowohl in bauphysikalischen als auch in baukonstruktiven Belangen bearbeitet und durch Versuche vorangetrieben. Dabei geht es um Energieeinsparung und Nutzung alternativer Energien, Schallschutz, Feuchteschutz sowie die Vermeidung von Schimmelpilzen. Daneben wird an neuen Lösungen in Fragen des gesunden Bauens und Wohnens, des Raumklimas oder zur Nutzung von Tageslicht gearbeitet.

Die Forschungsergebnisse fließen direkt in die Produktoptimierung ein und werden an den Markt weitergegeben. Planer und Kunden erhalten kompetente Beratung und Unterstützung durch die Entwicklung moderner Software und Messtechnik.

Kai Naumann Anwendungsforschung Bauphysik
 

Ganzheitliche Betrachtung

Die praktischen Eigenschaften der Xella-Baustoffe prüft Kai Naumann im Schallprüfstand. Der zertifizierte Prüfstand besteht aus einem Sende- und einem daneben liegenden Empfangsraum, die akustisch komplett voneinander entkoppelt sind. Auf diese Weise lassen sich die Schallschutzeigenschaften einer zwischen den beiden Räumen aufgebauten Wand messen. Eine Kugelschallquelle mit zwölf Lautsprechern strahlt Geräusche aller Frequenzen gleichmäßig in alle Richtungen, während empfindliche Mikrophone aufzeichnen, was durch die Wand dringt.


„Der Versuchsablauf kann sehr unterschiedlich ausfallen“, erklärt Naumann. „Manchmal ist es mit einmaligen Messungen getan, ein anderes Mal wird zusätzlicher Putz oder ein Wärmedämmverbundsystem hinzugefügt, um in weiteren Messungen deren schalltechnischen Effekt zu bestimmen.“
Ein Teil der Messgeräte kommt auch außerhalb der Labormauern zum Einsatz: „Wir führen auch Messungen in Gebäuden durch, z.B. zur Qualitätskontrolle und Überprüfung der bauakustischen Planung.“


Der Bereich Bauphysik der T&F setzt auf eine ganzheitliche Betrachtung. „Was nützt ein hervorragender Schallschutz, wenn eine Wand nicht stabil ist oder einem Feuer nicht standhält“, so Naumann.  „Es ist ein Zusammenspiel sich eigentlich widersprechender Anforderungen, bei dem man einen Kompromiss finden muss, der allen Ansprüchen gerecht wird.“


Wichtige Erkenntnisse in Fragen der Wärmedämmung liefert die thermische Bauphysik. Die Berechnung von Wärmebrücken, die Überprüfung der Luftdichtigkeit von Räumen mittels Blower-Door-Tests und Aufnahmen mit einer hochauflösenden Wärmebildkamera helfen bei der Produktoptimierung und fließen in die Bauberatung ein.

Xella Technologie und Forschung

Technologie Forschung Baustoff

Auf Wissen bauen





Download